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Artikel vom: 26.02.2010
03.03.2010 Deutsch-Französische Weinbruderschaft e.V.
03.03.2010 - Deutsch-Französische Weinbruderschaft e.V.
Georg (Schorsch) Gras, Mitglied der Weinbruderschaft und Vorsitzender der Gambrinusbrüder Saarbrücken und Dieter Bruckhaus (Brudermeistermeister) plaudern mit Ralf Thiel im lockeren Rahmen, rund ums Thema Wein.
Die Freude am Wein, seiner Geschichte und Kultur bis hin zur Pflege der Weinbergs-Landschaft haben Weinschwestern und Weinbrüder zusammen geführt.
"Eine bloße Saufgesellschaft ist noch lange kein Orden, sonst müssten ja sehr viele Orden in dem lieben Deutschland existieren." Diese ketzerische Anmerkung des aus dem rheinhessischen Wendelsheim stammenden, zu literarischem Ruhm gelangten Magister Laukhard (1757-1822) gilt noch immer.
Wein trinken ist zwar eine fröhliche Sache, und nur ein Kritikaster könnte Anstoß nehmen, wenn es ohne seelischen Tiefgang geschieht, sondern ganz einfach aus Freude am Leben und an euphorischer Steigerung des Bewusstseins, am Anderssein, am Heraustreten aus den Zwängen und Konventionen des Alltags. Auch solches Weinverständnis ist, verflacht es nicht zu stumpfsinnigem Zechen, ein Teil der Weinkultur.
Dennoch: Weinkultur ist mehr als gehobene Stimmung und festlicher Rahmen. Sie bedingt ästhetisches Wissen oder Bereitschaft, es in der "Schule des Silen" zu erwerben, ist Ausdruck allgemeiner Lebenskultur.
Mag auch der Wein Wirtschaftsgut und Politikum obendrein sein - wo er eine musische Stunde erhöht und eine Begegnung bereichert, da empfindet auch ein nüchterner, von Zweckdenken erfüllter Beobachter, dass Wein nicht nur ein aus der Traube stammendes, alkoholisches Getränk und ein von Übertreibungen freies Wein-Zeremoniell keine Show, sondern ganz einfach der dem Wein gemäße Rahmen ist.
Das Wissen um Weinkultur zu pflegen und anderen mitzuteilen ist ein Ziel jener Vereinigungen, die Außenstehende, zunächst ein wenig unzeitgemäß anmuten, weil sie manchen Habitus von gestern konservieren: die Weinbruderschaften, Weinorden, Weinzünfte, Weinkonvente und anderen weinkulturellen Vereinigungen in Deutschland. Seit dem Jahre 1954 sind sie in nahezu allen Weinbaugebieten entstanden, außerdem vielerorts jenseits des Reben-Limes.
Weinbruderschaften sind die legitimen geistigen Nachfahren antiker Weingesellschaften.
Infos über dieses Thema gibt es auch unter: http://www.weinbruderschaften.org/
Georg (Schorsch) Gras, Mitglied der Weinbruderschaft und Vorsitzender der Gambrinusbrüder Saarbrücken und Dieter Bruckhaus (Brudermeistermeister) plaudern mit Ralf Thiel im lockeren Rahmen, rund ums Thema Wein.
Die Freude am Wein, seiner Geschichte und Kultur bis hin zur Pflege der Weinbergs-Landschaft haben Weinschwestern und Weinbrüder zusammen geführt.
"Eine bloße Saufgesellschaft ist noch lange kein Orden, sonst müssten ja sehr viele Orden in dem lieben Deutschland existieren." Diese ketzerische Anmerkung des aus dem rheinhessischen Wendelsheim stammenden, zu literarischem Ruhm gelangten Magister Laukhard (1757-1822) gilt noch immer.
Wein trinken ist zwar eine fröhliche Sache, und nur ein Kritikaster könnte Anstoß nehmen, wenn es ohne seelischen Tiefgang geschieht, sondern ganz einfach aus Freude am Leben und an euphorischer Steigerung des Bewusstseins, am Anderssein, am Heraustreten aus den Zwängen und Konventionen des Alltags. Auch solches Weinverständnis ist, verflacht es nicht zu stumpfsinnigem Zechen, ein Teil der Weinkultur.
Dennoch: Weinkultur ist mehr als gehobene Stimmung und festlicher Rahmen. Sie bedingt ästhetisches Wissen oder Bereitschaft, es in der "Schule des Silen" zu erwerben, ist Ausdruck allgemeiner Lebenskultur.
Mag auch der Wein Wirtschaftsgut und Politikum obendrein sein - wo er eine musische Stunde erhöht und eine Begegnung bereichert, da empfindet auch ein nüchterner, von Zweckdenken erfüllter Beobachter, dass Wein nicht nur ein aus der Traube stammendes, alkoholisches Getränk und ein von Übertreibungen freies Wein-Zeremoniell keine Show, sondern ganz einfach der dem Wein gemäße Rahmen ist.
Das Wissen um Weinkultur zu pflegen und anderen mitzuteilen ist ein Ziel jener Vereinigungen, die Außenstehende, zunächst ein wenig unzeitgemäß anmuten, weil sie manchen Habitus von gestern konservieren: die Weinbruderschaften, Weinorden, Weinzünfte, Weinkonvente und anderen weinkulturellen Vereinigungen in Deutschland. Seit dem Jahre 1954 sind sie in nahezu allen Weinbaugebieten entstanden, außerdem vielerorts jenseits des Reben-Limes.
Weinbruderschaften sind die legitimen geistigen Nachfahren antiker Weingesellschaften.
Infos über dieses Thema gibt es auch unter: http://www.weinbruderschaften.org/
Quelle:
Radio Saarbrücken 99.6









